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WAS SOLL DAS?

Ich bin Daniel Buscher und seit 1998 in meiner Lieblingsbranche tätig: der Personaldienstleistungsbranche. Im Dienste des Personals leiste ich täglich was ich kann, um die Menschen zufrieden und glücklich mit ihrer Arbeit zu machen. So wie ich mit Leidenschaft, Hingabe und Freude arbeite, wünsche ich es mir für jeden meiner Mitarbeiter. Denn Arbeitszeit ist Lebenszeit und Lebenszeit ist – ein Geschenk.
Wenn Sie mögen, lernen Sie mich und meine Branche in Zukunft besser kennen. Ich freue mich über jeden Leser, über Kritik und Anregungen.

SO IST DIE LAGE!

Der flexible Kleber namens Zeitarbeit.

07. Dezember 2018

Der flexible Kleber namens Zeitarbeit.

An einem Samstagmorgen vor 20 Jahren, als es noch keine Nachrichtenapps und die Umwelt vermüllende Kaffeekapseln gab, schlürfte ich meinen Filterkaffee, schlug die Zeitung auf und – mein Leben sollte sich von Stund an verändern. Es war so, als habe da jemand eine Stellenausschreibung nur für mich verfasst. Darauf mit einer Bewerbung zu antworten, schien mir nur fair; dass die Antwort direkt mit einem Vorstellungstermin einherging, logisch, und so kam es, wie es kommen musste:

Ich, der eigentlich niemals krank wurde, hatte am Tag dieses Termins hohes Fieber gepaart mit allen anderen Begleiterscheinungen einer richtigen Grippe. Bämmm ☹

Auch wenn die Symptome rückblickend im Laufe der Jahre erstaunlicherweise in meiner Erinnerung immer heftiger wurden, so bleibe ich doch standhaft darin zu behaupten: Nein, es war keine Männergrippe, keine Pippifaxerkältung mit so ein wenig laufender Nase und leichtem Gehüstel - sondern das volle Programm hatte mich erwischt. Den Vorstellungstermin abzusagen, kam für mich jedoch nicht eine Sekunde in Frage: Klug entschieden oder nicht - ich pumpte mich mit Medikamenten voll und schleppte mich zu besagtem Personalchef ins Büro. Dieser Umstand führte mich im Februar 1998 direkt in meine Lieblingsbranche, denn eines steht fest: Mit dem Kopf unterm Arm zu einem Personaldienstleister ins Bewerbungsgespräch zu gehen, war damals wie heute schon so etwas wie ein Freibrief für die Einstellung. Beide Seiten sollten es nicht bereuen – ich kam und blieb.

Die Zeitarbeit hatte einen ihrer treuesten Anhänger gefunden. Denn wer sich seit 20 Jahren der Zeitarbeit verbunden fühlt, von dem darf man wohl wahrlich sagen: der hat gefunden, was er gerne tut. Der möchte bleiben, wo er sich wohl fühlt. Der arbeitet dort, wo und wofür sein Herz schlägt.

Mal unter uns gefragt - würden Sie das mit: Der ist irgendwo ‚kleben geblieben’ bezeichnen? Ebend. Ich auch nicht. Denn dies sind aktive Entscheidungen, Tag für Tag.

Sich gegenseitig kennenzulernen ist für jede Beziehung wichtig. Was aber geschieht in den allermeisten Fällen im Rahmen des Dienstverhältnisses im gewerblichen Bereich? Es gibt ein Gespräch und vielleicht sogar noch eins – das wars. Dann ist die Entscheidung gefallen und es wird abgesagt oder ein Vertrag geschlossen. Nun gut, wer heute noch unbefristet einstellt, weiß um die Probezeit, die eine vereinfachte Kündigungspraxis zulässt. Oder der Arbeitgeber zieht die Karte der Befristung. Letztlich sind beide Möglichkeiten mit Druck verbunden. Ein Mensch, der weiß, er ist vorerst nur auf Probe gelitten oder gar von vorneherein, nur für eine bestimmte Frist angenommen, der wird diese Phase, in der er „ausprobiert“ wird, selbstverständlich so gut wie möglich absolvieren wollen. So wenig wie möglich auffallen. So fleißig wie möglich agieren. So gut wie möglich immer noch ein Schippchen drauflegen. Ist doch gut, denken Sie? Ich denke: Zuallererst sollte das ‚sich gegenseitig kennenlernen’ auch der Gegenseitigkeit verschrieben sein- ohne gefühltes Über-, Unterordnungsverhältnis. Gerade der Arbeitnehmer braucht einen Zeitrahmen ohne Druck und Engegefühl, in dem er sich in seine neuen Arbeitsbedingungen einfügen kann oder eben nicht. Ohne die Angst: Was ... kommt danach?

Obwohl der Ausdruck Klebeeffekt ausnahmsweise für etwas positiv Konnotiertes der Branche steht – und da muss man schon lange mit der Lupe suchen, ehe man etwas Ähnliches findet - würde ich ihn trotzdem gerne in Flexibilitätseffekt umbenennen. Denn die Zeitarbeit bietet nicht nur den Unternehmen Flexibilität, sondern vor allem den Mitarbeitern. Und dies wäre wichtig der sogennanten Öffentlichkeit mitzuteilen. Wie wärs – sind Sie dabei? Ein kleiner Hinweis auf meinen Blog und schwupps - weiß es noch jemand, und noch einer und noch ... Oder SIE sagen es einfach weiter. Was die Zeitarbeit den Menschen für Vorteile bringt:

  • Sie können und dürfen sich ausprobieren.
  • Sie können und dürfen das jeweilige Entleihunternehmen nach einer gewissen Zeit wieder wechseln, wenn dort die Chemie nicht stimmt.
  • Sie können und dürfen, so lange sie es wollen, in einem meistenteils festen Anstellungsverhältnis mit dem Zeitarbeitsunternehmen verbleiben – oder es verlassen.
  • Sie können und dürfen frei entscheiden.


Und sie tun dies auch.

Jedes Jahr entscheiden ca. 120.000 Mitarbeiter gemeinsam mit ihren externen Führungskräften, dass sie in das Entleihunternehmen wechseln möchten. Das tun sie bewusst und zielgerichtet und nicht, weil sie irgendwo ‚kleben bleiben’. Wichtig dafür ist immer die offene und wertschätzende Kommunikation der Beteiligten – des Verleihers, des Entleihers und des Mitarbeiters als dem Zünglein an der Waage. Dann lässt sich ein solcher Wechsel zum Wohle aller Beteiligten wunderbar gestalten. Auch ohne ein Gesetz, das leider nicht mehr nur das Wohl der Mitarbeiter im Auge hat, sondern an bestimmten Stellen in erster Linie Klientelinteressen ganz anderer Natur bedient.

Doch davon - wollen wir euch in einer nächsten Geschichte erzählen ...

Bis ganz bald.

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